ATP Finals 2023 - die Besten der Besten

Novak Djokovic die unumschränkte Nr. 1

Image

Er holt sich den Titel zum 7. Mal

„Vielleicht gefällt Ihnen der Stil von Rafael Nadal und Roger Federer besser, aber der beste in der Geschichte ist Novak Djokovic“ das sagte Carlos Alcaraz‘ Trainer Juan Carlos Ferrero.


Novak Djokovic sichert sich zum siebten Mal den Titel bei den ATP Finals und etabliert sich somit als unangefochtener Rekordsieger dieses traditionellen Abschlussevents der ATP-Tour, indem er Roger Federer mit seinen sechs Siegen übertrifft. Im packenden Endspiel am Sonntag überzeugt der serbische Weltranglisten-Erste mit einem souveränen 6:3, 6:3-Sieg gegen den italienischen Lokalmatador Jannik Sinner. Diese triumphale Leistung dient Djokovic als erfolgreiche Revanche für die Niederlage, die er in der Gruppenphase gegen den Südtiroler hinnehmen musste.

Der 36-Jährige sicherte sich in diesem Jahr nahezu alle bedeutenden Titel, mit Ausnahme des Wimbledon-Finals, das er gegen den Spanier Carlos Alcaraz verlor. Hätte Djokovic auch dieses eine Match gewonnen, hätte er im September mit den US Open den begehrten Grand Slam vollendet. Nach seinem Triumph schloss Djokovic liebevoll seine beiden Kinder in die Arme und genoss die feierlichen Momente. "Das ist ein sehr besonderer Augenblick. Diese Saison war definitiv eine meiner besten. Angesichts der Leistungen von Carlos und Jannik musste ich mein Spiel auf ein höheres Level bringen", kommentierte er nach seiner beeindruckenden Vorstellung, bei der er den Schweizer Roger Federer als Rekordsieger der Finals überholte. "Ich wollte immer vor meinen Kindern spielen, wenn sie alt genug sind, um zu verstehen, was ich tue. Ich bin so glücklich, zwei solche Engel zu haben." Obwohl Sinner am Dienstag in der Gruppenphase in einem hochklassigen Match Djokovic in drei Sätzen besiegte, war von Dankbarkeit des Serben im Finale nichts zu spüren.

Djokovic erteilte dem auf 4 gesetzten Spieler des Turniers eine Lehrstunde – druckvoll, dominant und voll konzentriert. Phasenweise war ein deutlicher Klassenunterschied zwischen den beiden erkennbar.

Nach nur 38 Minuten holte sich Djokovic den ersten Satz. Sinner blickte verzweifelt zu seinem Team auf der Tribüne. Im zweiten Durchgang gelang der Weltranglistenerste sofort wieder ein Break. Obwohl die italienischen Fans Sinner mit Sprechchören unterstützten, vergab der Italiener beim Stand von 3:2 zwei Breakchancen, die ihn zurück ins Match hätten bringen können. Djokovic überstand auch diese kleine Schwächephase und ließ sich auf dem Weg zum Titel nicht mehr aufhalten.

Bereits beim Davis-Cup-Finalturnier in Malaga von Dienstag bis Sonntag könnten Djokovic und der 22-jährige Sinner erneut aufeinandertreffen. Im Viertelfinale stehen die Serben dem Team aus Großbritannien gegenüber, das ohne den Schotten Andy Murray antritt, während Italien es mit den Niederlanden zu tun bekommt.

Auch In der nächsten Ausgabe des Sport Journals, wird Novak Djokovic wieder ein großes Thema sein.